Im Rahmen des Pilotprojekts „Biodiversität, Klimaschutz und ÖPUL in der Praxis“, das in Kooperation mit dem ÖKL durchgeführt wurde, wurden innovative Unterrichtskonzepte für land- und forstwirtschaftliche Fachschulen entwickelt.
Ziel ist es, angehende Landwirt:innen für zentrale Zukunftsthemen wie Biodiversität, Klimaschutz und das Österreichische Programm für umweltgerechte Landwirtschaft (ÖPUL 2023+) zu sensibilisieren. Grundlage der Konzepte sind vielfältige Erfahrungen und Praxisbeispiele aus dem Netzwerk „Vielfalt auf meinem Betrieb“.
Die beiden modular aufgebauten Unterrichtsmodelle verbinden theoretische Grundlagen mit praktischen Anwendungen. Sie reichen vom Beobachten und Planen bis hin zu praxisorientierten Werkstätten („Hands On“) und ermöglichen eine lebendige Auseinandersetzung mit ökologischen Herausforderungen in der Landwirtschaft. Die Inhalte sind flexibel auf den Unterricht abstimmbar und verknüpfen Indoor- und Outdoor-Lerneinheiten zu einem ganzheitlichen Lernerlebnis. Die Konzepte wurden bereits erfolgreich an mehreren Schulen erprobt und stoßen auf großes Interesse bei Lehrkräften und Schüler:innen.
Die Krebsenwandermeile Fresach 3.0 ist ein umfassendes Naturschutzprojekt, das darauf abzielt, den Lebensraum des stark gefährdeten Steinkrebses (Austropotamobius torrentium) im Weirerbach in der Gemeinde Fresach zu schützen. Das Projekt umfasst die Sanierung und barrierefreie Gestaltung des 1,5 km langen Themenwegs, der 2008 erstmals eingerichtet und 2018 saniert wurde. Nach einem Sturm im Jahr 2022, der große Teile der Infrastruktur zerstörte, wurde ein neues Sanierungskonzept entwickelt.
Ziel des Projekts war es, den Weg wieder sicher begehbar und für Rollstuhlfahrer und Kinderwägen zugänglich zu machen. Zudem sollen Schulen verstärkt angesprochen werden, um die Krebsenwandermeile für interaktive Wissensvermittlung zu nutzen. Durch die Attraktivierung des Weges soll das Bewusstsein für den Schutz und die Erhaltung der heimischen Flusskrebse gestärkt werden.
Die umbesetzen Maßnahmen umfassen die Sanierung des Weges und der Holzstege. Zusätzlich werden Ufersicherungen durchgeführt und verschiedene Erlebnisstationen entlang des Weges eingerichtet, die den Besuchern die Bedeutung des Naturschutzes näherbringen.
Die Krebsenwandermeile Fresach 3.0 ist ein bedeutendes Projekt zur Förderung des Naturschutzes und zur Sensibilisierung der Bevölkerung für den Schutz gefährdeter Arten.
Wolfgang Ressi koordiniert gemeinsam mit MitarbeiterInnen des ÖKL (Österreichisches Kuratorium für Landtechnik und Landentwicklung) in Österreich das Citizen Science Projekt „Biodiversitätsmonitoring mit Landwirt*innen“. Dieses hat erfolgreich die Qualitätskriterien für Citizen Science Projekte auf Österreich forscht erfüllt. Auszüge dieser Kriterien bildeten die Basis für das Interview. Wolfgang Ressi gibt uns einen vertiefenden Einblick in das spannende Projekt gemeinsam mit Landwirt*innen, Biodiversität auf den eigenen Flächen zu monitoren.
Nähere Informationen finden Sie unter folgendem Link: Österreich forscht
Die neue Alpe Adria Erlebnis-Region APP informiert über Ausflugsziele und die Biodiversität der grenzüberschreitenden Tourismusregion in den Westlichen Karawanken. Der neue digitale Guide wurde von der eb&p Umweltbüro GmbH in Kooperation mit den Webpunks entwickelt.
Das EIP Agri Projekt „Mehrwert Berglandwirtschaft“ wurde von einer Gruppe engagierter LandwirtInnen und WissenschaftlerInnen der Region Nationalpark Kalkalpen initiiert (siehe Kasten). Ziel ist es, innovative Möglichkeiten zur monetären Bewertung von Ökosystemleistungen und anderen gesellschaftlichen Mehrwerten der Berglandwirtschaft zu entwickeln. Das soll dem seit Jahrzehnten andauernden Rückgang von landwirtschaftlichen Betrieben in Berggebieten entgegenwirken und die vielfältigen Leistungen der Berglandwirtschaft jenseits der reinen Produktion von Nahrungsmitteln in den Vordergrund stellen.
Das Umweltbüro Klagenfurt wurde beauftragt, ein Bewertungskonzept zu entwickeln, das die Mehrwerte der Berglandwirtschaft möglichst umfassend und vollständig beschreibt und das die quantitative Bewertung von Betrieben auf Basis von existenten landwirtschaftlichen Daten erlaubt.
Zu diesem Zweck wurde zusammen mit der Projektgruppe ein Modell erstellt, das die Berglandwirtschaft in eine Fusion von drei etablierten Konzepten – Ökosystemleistungen nach CICES, ökonomischer Gesamtwert nach TEEB und Biodiversität – einordnet (siehe Abbildung 1).
Für den Mehrwert Berglandwirtschaft sollen Indikatoren gefunden werden, die möglichst ohne zusätzlichen Mehraufwand (also auf Basis bestehender landwirtschaftlicher Daten) zuverlässige Aussagen über die Ökosystem-Leistungen und zusätzliche Mehrwerte von Betrieben erlauben; also über ihre überdurchschnittlichen gesellschaftlichen Beiträge zur
Erhaltung von Optionen (Krisenvorsorge, Züchtung, Innovation),
von Vermächtnis (Ahnenerbe, altes Wissen und Handwerk, Mensch-Tier-Beziehung),
Altruismus (Soziales, Tierwohl),
ihrem Existenzwert (Wert an sich und Grad der Gefährdung) und
der Biodiversität (Vielfalt des Lebens).
Unter der Leitung von DI Wolfgang Ressi und Mag. Daniela Selva hat die Projektgruppe eine Liste von 13 Indikatoren erstellt. Diese basieren auf nachweisbaren Unterschieden in der Bewirtschaftung, auf die BetriebsleiterInnen Einfluss nehmen können. Diese Indikatoren haben laut wissenschaftlicher Literatur und Praxiserfahrungen positive Auswirkungen auf die genannten Mehrwerte und repräsentieren Ökosystemleistungen. Negativ Aspekte wie der Verbrauch fossiler Energie werden in diesem Indikatoren-Schema nicht berücksichtigt, weshalb sie als “positiv holistische Indikatoren” bezeichnet werden.
Die SchülerInnen der Volksschule Stadelbach erlebten zwei aufregende und lehrreiche Tage im Zeichen der Insekten. Im Rahmen des Projektes Naturmosaik Weißenstein, hatten wir das Vergnügen, zwei außergewöhnliche Projekttage zu erleben, die alle vier Schulstufen einbezogen.
In den ersten Stunden stand die Erforschung und das Kennenlernen der Insektenwelt im Fokus. Anschließend wurden die Schülerinnen und Schüler in verschiedene Gruppen aufgeteilt, um an vielfältigen Aktivitäten teilzunehmen. Die Kinder lernten Interessantes über die Lebensräume und den Körperbau von Insekten kennen. Dies war eine großartige Gelegenheit, die Bedeutung dieser faszinierenden Lebewesen für unser Ökosystem zu verstehen.
Der Höhepunkt der Projekttage war zweifellos die aktive Mitwirkung an der Herstellung eines Insektentrinkbrunnens aus einem Marmorstein. Dieser einzigartige Brunnen wurde anschließend im Schulgarten platziert und wird viele Insekten anlocken und ihnen eine wichtige Wasserquelle bieten.
Die Projekttage waren nicht nur lehrreich, sondern auch äußerst unterhaltsam und motivierend für die Schülerinnen und Schüler. Sie erlangten ein tieferes Verständnis für die Rolle der Insekten in unserer Umwelt und erhielten die Gelegenheit, aktiv zum Schutz dieser wertvollen Lebewesen beizutragen.
Wir möchten uns ganz herzlich bei den Lehrkräften bedanken für die Aufnahme und die Unterstützung bei der Umsetzung diese gelungenen Projektes.
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