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Grüne, Blaue und Gelbe Infrastruktur Kärnten

Projektdetails

Das neue Kärntner Raumordnungsgesetz 2021 (K-ROG 2021) hat übergeordnete gesetzliche Vorgaben wie den umfassenden Umweltschutz aufgegriffen und integriert zusätzlich moderne Planungsansätze wie die Berücksichtigung der Ökosystemleistungen. Es wird die Sicherung und Freihaltung von Gebieten und Flächen, die ökologische Funktionen erfüllen, angeführt. Darüber hinaus wird die Erklärung von Vorranggebieten für Freiraumnutzungen und Ausweisung von Gefährdungsbereichen und Retentionsräumen vorgeschlagen. In diesem Kontext sind vertiefende Erhebungen zu ökologischen Gegebenheiten auf Basis einer Grundlagenforschung durchzuführen, um in weiterer Folge Ziele und die zu ihrer Erreichung erforderlichen Maßnahmen festzulegen. Dadurch sollen Gebiete freigehalten werden, die zur Erhaltung der freien Landschaft, zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes oder zur Erhaltung ausreichend bewirtschaftbarer Nutzflächen beitragen.

Das vorrangige Ziel der Grünen-, Blauen- und Gelben Infrastruktur Kärntens (GBGI-K) ist der Schutz hochwertiger Freiflächen und besonderer Lebensräume. Mittels steuernder raumplanerischer Entwicklungsmaßnahmen sollen diese Lebensgrundlagen für die Kärntner Bevölkerung nachhaltig erhalten, geschützt und entwickelt werden.

Dabei gilt es im Einklang mit bestehenden Instrumenten der Raumplanung (ÖREK, REP, ÖEK etc.) Maßstäbe für eine multifunktionale Freiraumnutzung zu setzen. Dies beinhaltet eine Abstimmung und Sicherung von hochwertigen Freiraumfunktionen wie Landwirtschaft/Nahrungsmittelproduktion (Gelbe Infrastruktur), Hochwasserabfluss- und Hochwasserrückhalteflächen, Grundwasserschutz (Blaue Infrastruktur), sowie Naturschutz- und Erholungsflächen (Grüne Infrastruktur).

Ziel ist es, auf Basis bestehender Modellierungsmethoden mittels digitaler Geodaten hochwertige unzerschnitte Räume abzugrenzen und Vorranggebiete für den Flächenschutz und die Freiraumnutzung (Grüne, Blaue und Gelbe Infrastruktur) semiautomatisiert kartographisch darzustellen. Der Bearbeitungsprozess zur Ermittlung dieser Vorranggebiete muss transparent, nachvollziehbar und mit objektiven Kriterien erfolgen. Der angewendete planerische Modellansatz basiert auf einer ökonomischen Betrachtungsweise, nämlich der sogenannten „Ökosystemleistungen“. Dabei wird unverbauter Raum aufgrund seiner Funktionen und Qualitäten im Wert gleichgesetzt.

Das Ergebnis ist eine fachliche Grundlage in kartographischer und textlicher Form zur Erstellung und Begründung eines Sachgebietsprogrammes „Grüne, Blaue und GelbeInfrastruktur Kärntens“ mit dem Ziel, besondere Landschafträume, Freiräume und ökologisch hochwertige Flächen vor Versiegelung und Bebauung zu schützen. 

Dazu liegen bereits diverse, vom Umweltbüro erarbeitete Vorprojekte vor (Freiraumkonzept Kärnten 2006, Grüne und Blaue Infrastruktur: Konzept zur Berücksichtigung hochwertiger Freiräume 2015, Grüne, Blaue und Gelbe Infrastruktur Kärnten: Abgrenzung von Vorrangflächen und Erstellung von Leitlinien 2016, Verordnungsentwurf Sachgebietsprogramm „Freihaltebereiche von überörtlicher Bedeutung“ 2017, Verordnungsentwurf Sachgebietsprogramm „Vorranggebiete für die Erhaltung besonderer Landschaftsräume 2018).

UVE Kalk- & Mergelbergbau Klein St. Paul

Umweltverträglichkeitserklärung Rodungsvorhaben Kalk- und Mergelbergbau Klein St. Paul

Die w&p Zement GmbH betreibt am Standort Wietersdorf ein integriertes Zementwerk mit Klinkererzeugung. Die für die Produktion notwendigen mineralischen Rohstoffe (Kalk und Mergel) werden in zwei getrennten Abbaustätten im Nahbereich des Zementwerks gewonnen. Für die langfristige Sicherung der Rohstoffversorgung für das Werk Wietersdorf ist die Weiterführung und Erweiterung der beiden Abbaue vorgesehen. Voraussetzung dafür sind Rodungen im Ausmaß von insgesamt rund 79 ha (davon rund 74 ha befristet und rund 5 ha dauerhaft). Die Rodungsflächen umfassen sowohl bereits bestehende Abbauflächen (derzeit unbestockte Waldflächen) als auch geplante Abbauerweiterungsflächen (derzeit bestocke Waldflächen). Die Rodungen in den Abbau-Erweiterungsgebieten (in Summe ca. 38 ha) werden schrittweise in einem Zeitraum von ca. 30 Jahren durchgeführt. Parallel dazu werden nicht mehr benötigte Abbauflächen wieder aufgeforstet, sodass die zwischenzeitliche Vergrößerung der Abbauflächen im Kalk- und Mergelbergbau möglichst gering gehalten wird.

Von der eb&p Umweltbüro GmbH wurden für die erforderliche Umweltverträglichkeitsprüfung folgende Leistungen erbracht:

  • Erstellung der UVE-Fachbeiträge Pflanzen, Tiere und deren Lebensräume (gemeinsam mit ORNIS – Ingenieurbüro für Biologie), Boden und Landschaft
  • Erstellung der Fachbeiträge zu den menschlichen Nutzungsinteressen (Forstwirtschaft, Jagdwirtschaft, Freizeit-/Erholungsnutzung und Raumplanung)
  • Erstellung des Rodungsoperats
  • Erstellung der Landschaftspflegerischen Begleitplanung
  • Erstellung des UVE-Syntheseberichts und der allgemein verständlichen Zusammenfassung
  • UVE-Koordination

Barrierefreies Bergerlebnis Brunnach

Projektbeschreibung

Der Tourismusverband Bad Kleinkirchheim hat mit dem österreichischen Bundesverband für Menschen mit Behinderung (ÖZIV) das Projekt “barrierefreies Bergerlebnis Brunnach” ins Leben gerufen. Wir unterstützten das Vorhaben in seiner Umsetzung gemeinsam mit dem Blindenverband und der Captura Planungs- und Bau GmbH mit dem Ziel, die idyllische Bergwelt der Nockberge für ALLE zugänglich zu machen.

Dieser Weg markiert einen bedeutenden Schritt in Richtung Inklusion und ermöglicht es Menschen mit Mobilitäts- oder Sinneseinschränkungen als auch beispielsweise Familien mit Kinderwagen ein Gipfelglück am Stonnachnock zu erleben. Das Gipfelkreuz bestehend auseiner kunstvollen, 3 Meter hohen Speickblume und die atemberaubende Schönheit der Kärntner Bergwelt können dort in vollen Zügen zu genossen werden.

Neben der einzigartigen Landschaft bietet der Rundweg barrierefreie Rastplätze und Aussichtspunkte und einen besonderen Einblick in die wundersame Welt des Speicks (Valeriana celtica). Schon in vorchristlichen Zeiten wurde der einzigartig duftende Speick als Pafümerie- und Arzneimittel verwendet und seine beruhigende als auch anregende Wirkung von vielen sehr geschätzt.

Um diese und weitere Informationen möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen, haben wir spannende Thementafel dazu gestaltet und mit der Unterstützung des Blindenverbandes zusätzlich kurze Botschaften in der Brailleschrift für Sehbehinderte Menschen verfasst.

Um unsere schönen Almwiesen und ihre Bewohner zu schützen, wurde schon in der Planung viel Wert auf eine klare Wegeführung gelegt. Einzigartige Wegweiser bieten eine gute Orientierung und in liebevoll gestalteten Hinweistafeln möchten wir den Besuchern unseren Dank aussprechen, dass dieser zum Schutz unserer Natur beiträgt.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die erfolgreiche Zusammenarbeit und wünschen ALLEN ein besonderes Gipfelerlebnis!

Mitwirkende:

Tourismusverband Bad Kleinkirchheim: https://www.badkleinkirchheim.at
Bundesverband für Menschen mit Behinderungen: https://www.oeziv.org/
Blindenverband: https://www.bv-ktn.at/
Planung: https://www.umweltbuero.at/
Umsetzung: https://www.capturaplanung.at/

Presseartikel:

Spatenstich: https://www.meinbezirk.at/spittal/c-lokales/ein-barrierefreies-bergerlebnis_a5496454#gallery=null

Eröffnung: https://www.tourismuspresse.at/presseaussendung/TPT_20230620_TPT0004/barrierefreies-bergerlebnis-feierliche-eroeffnung-der-bergpromenade-brunnach-bild

Herbstzeit in Kärnten: https://tvthek.orf.at/profile/Herbstzeit-fuer-Kaernten/13892003/Herbstzeit-fuer-Kaernten-Bad-Kleinkirchheim/14195054